Magaziner Lager- und Fördertechnik GmbH

Geschichte

Von der kleinen Dorfschmiede…

Als im Jahre 1920 der Handwerksmeister Hermann Röhrs auf dem geerbten Grundstück an der Hützeler Straße eine Schmiede gründete, wurden Lasten noch vielfach durch Muskelkraft bewegt und kaum in größeren Mengen gelagert. Dementsprechend lag der Tätigkeitsbereich des kleinen Betriebs auch weit ab von dem, was wir heute tun. Neben der Reparatur von landwirtschaftlichem Gerät wurden jedoch schon bald auch eigene Produkte hergestellt. Für die in unserer Heimatregion, der Lüneburger Heide, zu dieser Zeit weit verbreitete Kieselgurförderung kamen Mischanlagen auf den Markt, aber auch die Fußbodenschleifmaschine Terra 330 fand zahlreiche Abnehmer.

Anfang der 1950er Jahre stieg man dann unter der Führung von Hermanns Sohn Rolf in die Produktion von PKW-Anhängern für den Pferdetransport ein. Neben dem Handel und der Reparatur von Landmaschinen sorgten die Anhänger für weitere erfolgreiche Jahre und ein stetiges Unternehmenswachstum. Schließlich machte zunehmender Konkurrenzdruck jedoch eine Neuorientierung für den Maschinenbau erforderlich und man wurde mit Hubbühnen und Transportwagen im Bereich der Lager- und Fördertechnik aktiv. Von den Anforderungen eines Flughafenbetreibers inspiriert, kam Rolf Anfang der 1970er Jahre auf die bahnbrechende Idee eines Man-Up Hochregalstaplers, mit dem nicht nur die Kommissionierung, sondern auch das Aus- und Einlagern ganzer Ladungsträger möglich sein würde: der weltweit erste Kombistapler wurde geboren und mit ihm die Firma Magaziner Lager- und Fördertechnik.

… zum Spezialisten für Schmalgangstapler

Rolfs Sohn Michael gelang dann als dritte Generation im Unternehmen in den 1980er Jahren der breite Einstieg in den Lagertechnikmarkt. Zwei unterschiedliche Modelle von Schmalgangstaplern wurden entwickelt und aus diesen wiederum zwei sehr leistungsstarke Vertikal-Kommissionierstapler abgeleitet. Der Vertrieb der Fahrzeuge erfolgte ausschließlich über einen namhaften deutschen Hersteller von Flurförderzeugen, dessen Marktpräsenz uns auch internationale Kundenkreise zugänglich machte. Mit Aufgabe des Exklusivvertrags Ende der 1990er Jahre bekam Michael die Chance neue Vertriebswege zu entwickeln. Der Grundstein für unser diversifiziertes Vertriebs- und Servicenetz, das heute über 40 Länder der Welt umfasst, wurde gelegt.

Parallel wurde das Produktprogramm um Schmalgangstapler für spezifische Anforderungsbereiche, wie den EK 15 XL oder den EK 20, erweitert. Schon 1997 erfolgte die ISO 9001 Zertifizierung und damit der Einstieg in ein professionelles Qualitäts- und Prozessmanagement. Das neue Jahrtausend brachte eine immer intensivere Fokussierung unserer Tätigkeiten auf den Lagertechnikmarkt mit sich, so dass heute fast alle Mitarbeiter unseres Unternehmens mit der Entwicklung, der Produktion, dem Vertrieb oder Service von Schmalgangstaplern zu tun haben. Durch regelmäßige Modellpflegen, zahlreiche innovative Systeme und spezielle Lösungen gehören wir heute zu den 30 größten Staplerherstellern der Welt, eine bemerkenswerte Leistung, da wir wie keiner unserer Wettbewerber auf unser Produkt spezialisiert sind. Im Sommer 2017 ist schließlich mit Michaels Sohn Hendrik die vierte Generation ins Unternehmen eingetreten und bereitet einer kontinuierlichen Weiterentwicklung den Weg.